gesicherte Diagnose: alle 5 J. Anrecht auf bezahlte Knochendichtemessung.
Fraktur ohne adäquates Trauma
geplante medikamentöse Therapie („wenn der Arzt die Absicht hat, aufgrund konkreter Befunde einen Knochenschwund mit Medikamenten zu behandeln“)
hochdosierte Behandlung mit Cortison
Risiko-Erkrankungen (Diabetes Typ 1, Rheuma, Rauchen/COPD, Herzinsuffizienz, Epilepsie, Zöliakie) in Verbindung mit alters-/geschlechtsbedingt erhöhtem Frakturrisiko (z.B. bei Frauen nach der Menopause).
Bei Frauen ab dem 70. Lebensjahr und Männern ab dem 80. Lebensjahr wird die Knochendichtemessung von den medizinischen Fachgesellschaften generell empfohlen.
Therapie
Lebensstil:
Untergewicht vermeiden
mit der Nahrung ca. 1.000 mg Calcium und 800 i.E. Vit. D aufnehmen, ggf. medikamentös ergänzen
ggf. Hüftprotektoren
bei gesicherter Diagnose: 1.000 mg Calcium und 800 i.E. Vit. D supplementieren
Medikamente auf Nutzen-Risiko prüfen: Antiepileptika, Antidepressiva, sedierende, Orthostase auslösende Medikamente, Glitazone, Protonenpumpeninhibitoren, Schilddrüsenhormone und Glukokortikoide
Weitere Medikamentöse Therapie
bei ≥7,5 mg Prednisolonäquivalent für > 3 Monate + T-Score < -1,5
10-J.-Frakturrisiko > 30%
Alendronsäure o.ä., ggf. auch Östrogene (falls andere nicht verträglich oder kontraindiziert)
Dekristol 20.000 täglich für 2 Wochen, dann 1x pro Woche.